Kulturelle EntwicklungDas Volk wurde während der über 440 jährigen Kolonialzeit (portugiesisch, holländisch und zuletzt britisch) ausgebeutet, zum Teil zum Christentum bekehrt und auseinander dividiert. Die Anhänger der Widerstandsgruppen hatten unter Diskriminierung zu leiden. Die Briten führten britische Systeme ein, man lernte Englisch. Insbesondere in den Großstädten wächst man auch heute noch zweisprachig auf. Nach Erlangung der Unabhängigkeit wurde Singhalesisch, die Muttersprache von ca. 75 % der Gesamtbevölkerung Sri Lankas, als Hauptsprache in den 60er Jahren eingeführt. Tamilisch ist als zweite Amtssprache eingetragen. Dadurch bedingt sind die Englischkenntnisse vor allem in den ländlichen Gebieten allmählich wieder zurückgegangen.

Die Eroberung der bergigen Zentralprovinz um Kandy durch die Briten im frühen 19. Jahrhundert, veranlasste viele Einheimische, in den Wäldern Zuflucht zu suchen. Sie rodeten Parzellen des Waldes und bauten Getreide, Gemüse und Obst an. Um ihre Ackerkulturen und die Ernte vor den Wildtieren zu schützen, mussten sie viele Schwierigkeiten in Kauf nehmen. Oft verbrachten die Männer auch die Nächte im Ackerland und hatten kaum Zeit für etwas anderes. Die Meisten kümmerten sich demzufolge nicht bzw. wenig um die Erziehung und die Schulbildung ihrer Kinder. Unser Projektdorf Miyagala ist ein solches Gebiet.

Wie 70% der Gesamtbevölkerung Sri Lankas glauben die Dorfbewohner unserer Projektstandorte, den abgelegenen und rückständigen Dörfer Kosgoda und Miyagala, an den Buddhismus. Die ca. 15% Hindus sind hauptsächlich im Norden bzw. um die Hauptstadt Colombo herum anzutreffen; die ca. 8% Moslems wohnen überwiegend an der Westküste, während die restlichen 7% Christen in den Großstadtgebieten wohnen.

 

DeutschCultural Heritage

During the colonial rule (Portuguese, Dutch, British) of over 440 years, the country was, to a great extent, exploited. The people were fragmented by conversions to Catholicism and various forms of  Protestantism by missionaries. Those who participated in resistance movements were punished, ill-treated  and discriminated. British systems were introduced and English became the common language. Even today, especially in cities, youth grow up bilingual (Singhalese or Tamil and English). After attaining independence, Singhalese - the mother tongue of approx. 75 % of the population –  became the official language in the nineteen sixties. Tamil is the second official language and English is now used widely as the business language.

Resulting from the British conquest of the hill-country around Kandy in the early 19th century, natives fled from their villages seeking refuge in dense forest areas. The hill-country inhabitants cleared plots of forestland and cultivated grain, fruit, vegetable and spices. To guard their crops against wild animals, they had to undergo a lot of hardship. The men often stayed night after night in their plots away from their huts and hardly had time to care for their families and children thus grew up without proper education. Our project site in Miyagala is one of those areas.

The inhabitants of our rural and remote project sites Kosgoda and Miyagala are Buddhists like 70 % of the total population of the country. The 15 % Hindus live in the north and around the economic capital of Colombo while the 8 % Muslims live in the south-western coastal areas. The Christians who also add up to approx. 7 % are spread in and around the bigger cities.

Go to top