Unsere Hilfsmaßnahmen wurden 2006 fortgesetzt. Im Vergleich zu 2005 musste das Tempo erwartungsgemäß gedrosselt werden. Der Grund dafür lag hauptsächlich in der nachlassenden Spendenbereitschaft. Die Tatsache, dass der zeitliche Abstand zum Tsunami größer geworden ist, lässt die Notwendigkeit für weitere Wiederaufbaumaßnahmen bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten.

Durch den regelmäßigen Versand von Statusberichten, Organisation von gezielten Info-Veranstaltungen sowie durch die aktive Teilnahme an einigen Basaren wurde versucht, die Aufmerksamkeit von Freunden, Verwandten und anderen Mitmenschen auf unsere laufenden Hilfsmaßnahmen zu lenken.

Mit dem Freistellungsbescheid des Finanzamtes vom Oktober 2006 wurde die Gemeinnützigkeit unseres Fördervereins im Sinne §§ 51 ff AO weiterhin bescheinigt. Unser Dank gebührt Herrn Oliver Klose, der uns mit Rat und Tat bei allen steuerrechtlichen sowie vereinstechnischen Angelegenheiten unterstützt hat. Durch die Beziehungen von Oliver Klose wurde unsere Webseite www.sahana-verein.de im Sommer 2006 ins Netzwerk gestellt.

Hilfsmaßnahmen

1. Gemeindeentwicklung

Im Juli wurde eine Schultoilette mit einem Handwaschbecken errichtet. Diese kleine Hilfsmaßnahme hatte eine erstaunlich große Wirkung. Aufgrund der fehlenden Toilette kamen viele Kinder, vor allem die Mädchen, nicht mehr in die Schule. Nach der Fertigstellung der Toilette konnte registriert werden, dass sich die Schulbesuchszahlen, die bis auf ca. 60% gefallen waren, wieder normalisierten. Alle sind froh darüber, dass den Rufen der Natur auch während der Schulzeit wieder nachgegangen werden kann. Im August wurde die Fertigstellung eines weiteren Hauses in Auftrag gegeben. Aufgrund eines Engpasses konnte das Holz für die Türen und Fenster erst im Oktober besorgt werden. Auch durch den ungewöhnlich langen Monsunregen wurden die Bauarbeiten erschwert, so dass erst im Dezember das Haus endlich fertig gestellt und übergeben werden konnte.

2. Tempelbauprojekt

Dank der großzügigen Spenden von der DBU, gekoppelt mit einem Angebot zum Einkaufspreis der Holzhandlung-„Panapitiya“, konnte im März das gesamte Holz für den Dachstuhl besorgt werden. Eine weitere großzügige Spende eines Mitglieds des Lions Clubs in Sri Lanka finanzierte die Dachpfannen. Im September wurden das gesamte Dach sowie die Innendecke fertig gestellt, so dass das Innengebäude, seitdem vor Regen geschützt bleibt. Die nächste Bauphase wird folgendes umfassen:

1. Anfertigung und Einsetzen der Fenster und Türen
2. Fertigstellung des Estrichs
3. Verputzen der Wände
4. Streichen der Wände

Für die o. g. Arbeiten müssen noch Kostenvoranschläge eingeholt werden, mit denen im Mai/Juni 2007 zu rechnen ist.

3. Bildung und Erziehung

Unsere Bemühungen für eine Zusammenarbeit mit der niederländischen Lideke Wery Stiftung sind leider nicht erfolgreich gewesen. Hierbei handelte es sich um Englisch-Unterricht für Kinder und einen Kurs im PC-Umgang für die Jugendlichen des Dorfes. Hier muss Sahana mit anderen geeigneten Partnern noch Gespräche führen, die für Mai/Juni 2007 geplant sind.

4. Unterstützung des Kreiskrankenhauses

Es liegt eine Liste mit verschiedenen Hilfsmaßnahmen vor, welche jedoch vor Ort einzeln betrachtet und in eine Rangordnung gebracht werden müssen, bevor eine Zusage seitens Sahana gegeben und Geld zur Verfügung gestellt werden kann.


Ausblick

Unsere für 2006 gesetzten Ziele wurden nicht vollständig erreicht. Geeignete, zuverlässige Kontakte aus der Ferne zu knüpfen und sowohl für uns als auch für unsere Spender passende Weichen zu stellen, erwies sich als schwierig. Die Ziele, die nicht verwirklicht werden konnten, werden in 2007 weiterverfolgt.

• Projektbesuch im Mai 2007
• Erörterung der Möglichkeiten folgende Hilfsmaßnahmen zu organisieren
• Englischunterricht und Umgang mit dem PC (Siehe 3.)
• Besuch des Kreiskrankenhauses und Erarbeitung einer Rangordnung für die Hilfsmaßnahmen (Siehe 4.).
• Nähkurse für die verwitweten Frauen.
• Fortsetzung des Tempelwiederaufbauprojekts (Siehe 2.)
• In der 2. Jahreshälfte 2007 plant Samantha Wirasekara sechs Monate in Sri Lanka, um bei den Wiederaufbauprojekten behilflich zu sein.

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