07. Februar 2009

Der Wiederaufbau des im Frühjahr 2008 in Meeyagala (Sri Lanka) eingestürzten Schulgebäudes macht Dank der von Heeßen aus organisierten Hilfe große Fortschritte.

Ruine nach TsunamiHeeßen/Sri Lanka (tw). Angesichts der aktuellen Unruhen auf Sri Lanka, deren Schreckensbilder derzeit durch die Medien gehen, hat der Heeßer Rajah Wirasekara mit Blick auf das aktuelle Hilfsprojekt des Fördervereins „Sahana“ (wir berichteten) der Redaktion gestern versichert, dass „unsere Projekte durch den Krieg im Norden der Insel nicht gefährdet sind“.

Sahana ist derzeit dabei, Kindern im Dorf Meeyagala mit den Spendengeldern Schulstipendien zu ermöglichen und ein eingestürztes Schulgebäude wieder aufzubauen. Meeyagala liegt im Südosten der Insel im Bezirk Monaragala, dem wirtschaftlich ärmsten der neun Bezirke Sri Lankas.

Zu der Lage auf Sri Lanka selbst schreibt Wirasekara folgendes: „Nach mehreren Selbstmordattentaten der ,Tamil Tiger’ in der Hauptstadt Colombo und Umgebung sind heftige Kämpfe im nördlichen Teil der Insel entflammt, der von den ,Tamil Tigern’ kontrolliert wird. Die Regierungstruppen unternehmen eine Offensive gegen die von mehreren Staaten (darunter auch die EU) als eine terroristische Bewegung deklarierten ,Befreiungstiger von Tamil Eelam’ (LTTE). Dabei gerät die tamilische Zivilbevölkerung immer mehr zwischen die zwei Fronten.“

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ werfe der LTTE brutale Übergriffe gegen die Zivilisten im Norden vor. Sie habe neue Kämpfer durch Zwangsrekrutierungen von Kindersoldaten ausgehoben: „Die LTTE behauptet, für das tamilische Volk zu kämpfen, ist aber für den Großteil der Leiden der Zivilisten im Norden verantwortlich“, habe der für Asien zuständige Direktor für „Human Rights Watch“ erklärt. Während die Rebellen immer mehr Boden an die vorrückende Armee verlören, behandelten sie das Volk, für das sie kämpften, immer schlechter. Den Angaben zufolge erhöht die LTTE den Druck auf die Zivilisten und hindert sie daran, die Gebiete unter Kontrolle der Rebellen zu verlassen.

„Daneben“, so Wirasekara, „findet an beiden Fronten auch ein Kampf des Lobbying statt, um die Gunst der Völkergemeinschaft zu erlangen. Dabei empfindet die Regierung Sri Lankas, dass die dort ansässigen westlichen Auslandsrepräsentanten mit den terroristischen Tamil Tigern sympathisieren, anstatt mit den in der Klemme sitzenden tamilischen Zivilisten, die die Regierungstruppen zur Befreiung zwingen wollen.“

Was viele Menschen nicht wüssten, ist die Tatsache, dass über 35 Prozent der gesamttamilischen Bevölkerung mit den anderen ethnischen Gruppen außerhalb der von den Rebellen kontrollierten Gebiete friedlich lebten. „Allein in der Hauptstadt Colombo“, so der Heeßer, „leben etwa zehn Prozent Tamilen, wobei gewisse Stadtteile bis zu 90 Prozent aus Tamilen bestehen – ähnlich wie in einer ,Chinatown’“.

Zum Zeitungsartikel: Tamil Tigers bedrohen das Schulbauprojekt aus Heeßen nicht Schaumburg-Lippische Landeszeitung; 07.02.2009

 

Zitate & Meldungen

Posted on May 11th, 2013

by Janaka Perera

Every dark cloud has a silver lining, they say. The tsunami of December 2004 brought untold suffering to many in Sri Lanka as elsewhere. But for the villagers of Kosgoda 100 km South of Colombo and of Miyagala about 100 km from the east coast it was a blessing in disguise.

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07. Juni 2010

Sie sagen „Danke“: Acht dieser Kinder werden von Schulpaten aus Schaumburg unterstützt. Freude bei Rajah Wirasekara: „Im Großen und Ganzen“, sagt der Heeßer und Chef des „Sahana“-Fördervereins für Flutopfer- und Wiederaufbauhilfe auf Sri Lanka, „ist das Jahr 2009 ähnlich positiv verlaufen wie das Vorjahr.

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07. Februar 2009

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05. Februar 2009

Ein Stipendiat mit seiner Familie. Dank der „Sahana“-Flutopferhilfe, die vor fünf Jahren in Heeßen ihren Anfang nahm, blicken die vier mit einem Lächeln in die Zukunft. Das kleine Foto ruft den Beginn der Aktion Mitte Januar 2005 in Erinnerung: In zahlreichen Briefen warb Rajah Wirasekara damals um Spenden.

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14. September 2006

Tempelprojekt: Das von den Flutwellen mitgerisseneäußere Gebäude, das Dach sowie die Innendecke sind fertig.

Berichte über die erneut aufgeflammten Unruhen auf Sri Lanka haben viele Bürger, welche die Flutopferhilfe von Rajah Wirasekara (Heeßen) mit Geldspenden unterstützen, verunsichert.

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